interKULTUR. Gemeinsam schöne Projekte planen

Von Gizem Ambarkütükoglu, 12. Jg.

Gizem Ambarkütükoglu

Aus meiner Sicht sind uns in diesem Schuljahr 2012/2013 wieder zwei fantastische und kreative Projekte gelungen, die es bestimmt vorher an keiner anderen Schule gegeben hat. Es hat mir große Freude bereitet, an diesen Projekten aktiv teilzunehmen. Die Vorbereitung fand größtenteils nicht im Unterricht, sondern in einer gemischten Gruppe zu Extrazeiten im Lernstudio statt. Es ging in beiden Projekten darum, dass sie „interkulturell“ sein sollten. Es sollte vermittelt werden, dass die Vielfalt der Kulturen positiv und dass die Verschiedenartigkeit von Menschen interessant ist. Menschen sollen sich in der Gesellschaft anerkannt und gleichberechtigt sein, unabhängig davon, welche Sprache sie sprechen, welchen Glauben sie haben und aus welchem Herkunftsland sie stammen. Aus unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen kann man viel lernen und unsere Projekte sollten das verdeutlichen. Unsere Lehrerin im Deutsch-LK, Frau Ebel, hatte zwei Wochen vor dem Fest zum 25jährigen Schulgeburtstag eine Beschreibung des Themas und eine Liste ausgehängt. Wer aktiv mitmachen wollte, konnte sich dort eintragen und sollte am Projekttag ins Lernstudio kommen, um bei der Vorbereitung der Veranstaltung zu helfen. Die Veranstaltung sollte am Nachmittag ungefähr von 15 bis 18 Uhr stattfinden, zuerst draußen in einem sogenannten „Orientzelt“, dann im Lernstudio. Es gehörte als Angebot zum „Tag der offenen Tür“. Alle Eltern, Nachbarn und andere Gäste waren eingeladen mit uns am Freitag, 28.09.2012, den 25. Schulgeburtstag zu feiern. Jede Klasse bereitete etwas anderes vor. Da es in der Oberstufe keine Klassen mehr gibt, sollte man sich verschiedenen Aktionen und Projekten auf einer Stellwand zuordnen. Die Liste für die interkulturelle Veranstaltung mit dem „Orientzelt“ war schnell voll und ich freute mich riesig, dass ich dabei sein konnte.

REISELUST & KULTURAUSTAUSCH

ST04 1  Sinem Arslan Profilbild1aDie ehemalige Schülerin der GeF, Sinem Arslan, ist seit einigen Tagen von ihrem zehnmonatigen Aufenthalt in Schottland wieder zurück in ihrer Hematstadt Herford. Sie hat in einem Bericht einige Eindrücke dieser Zeit festgehalten und merkt ihr noch immer ihre Begeisterung über das Land, die Kultur und die Menschen an. Im kommenden Wintersemester möchte sie ein Studium aufnehmen. Aber sehr gerne, so versicherte sie, würde sie nach den Schulferien ihre alte Schule besuchen, um im Lernstudio der SEK II interessierten Schüler/innen etwas über ihre Auslandserfahrungen erzählen. Ein möglicher Termin und das Interesse einer Teilnahme an einer solchen Veranstaltung kann mit uns vom LERNSTUDIO-Team abgesprochen werden (Birgit Ebel). 

Mein Leben als Au-pair im schottischen Edinburgh

Von Sinem Arslan

Bevor ich über meine Auslandserfahrungen schreibe, möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin 20 Jahre alt und komme aus Herford. Meine Familie stammt aus der Türkei und lebt seit 1978 in Deutschland. Ich spreche Deutsch, Türkisch, Englisch und ein bisschen Französisch und ich bin gerade im Ausland als Au-Pair tätig. Im Sommer 2012 habe ich an der Gesamtschule Friedenstal mein Abitur absolviert.  Auch nach meiner Schulzeit lege ich noch großen Wert darauf, den Kontakt mit meinen Freund/inn/en und Lehrer/innen zu halten und seit ich im Ausland bin, geschieht das hauptsächlich über den Internetaustausch. Über Facebook bekam ich darum auch mit, dass eine Gruppe eine neue Zeitung erstellt und von meiner ehemaligen Deutsch-LK Lehrerin Birgit Ebel dabei unterstützt wird. Auf der Pinnwand las ich, dass es um den Schwerpunkt Medienkultur und Interkultur geht und dass auch über Auslandsreisen und Kulturaustausch berichtet wird. Also hoffe ich, dass mein Erfahrungsbericht euer Interesse an meinem Gastland weckt und euch Mut macht, ein Auslandsjahr zu wagen.

Christopher

von Annika Scherlin, Klasse 10c

Annika ScherlinWir fliegen. Scheinbar endlos, schwerelos durch das All. Solange ich denken kann, sind wir im Schwarm, in völliger Harmonie miteinander unterwegs. Ein leises Wispern begleitet stetig unseren Weg.

Wir erhellen die Dunkelheit der Nacht mit unserem Licht. Ich weiß nicht, wie lange schon und ich weiß auch nicht, wie lange noch. Wer sind wir? Was sind wir? Sind wir nur ein unwirkliches Funkeln, ein goldener Schwarm aus unzähligen glitzernden Sternen, ohne Bedeutung für irgendwen? Sind wir alles oder sind wir nichts?

Wir haben keine Namen, kein Geschlecht. Keine Zukunft und keine Vergangenheit. Wir sind einfach da.
Die Gestalt gewordenen Wünsche der Menschen. Träume.
Immer wieder wird ein neues Licht in unserer Mitte geboren, immer wieder stirbt eines.

Auch wenn ich nicht sagen kann: Sterben wir nun wirklich oder gehen wir nur an einen anderen Ort?

Passiert es, wenn wir in Erfüllung gehen oder wenn irgendetwas anderes mit uns geschieht?

„Winternachtstraum“ von Vanessa Wiebrock, 12. Jg

Ein Gewinner/innenbeitrag zum 5. Literaturwettbewerb-OWL

Ich spüre, wie die ersten Sonnenstrahlen dieses Winters sanft meine Nase kitzeln und ihre Wärme langsam, aber sicher in mich übergeht. Ich schlage meine Augen auf und sehe die Sonne durch die Jalousie scheinen. Ein warmes Licht erhellt mein kleines Schlafzimmer mit seinen kahlen, cremefarbenen Wänden, an denen lediglich ein paar, wenige Fotos hängen, die mit einer alten Polaroidkamera aufgenommen wurden. Die einzigen Erinnerungen an vergangene Tage. Aber die Vergangenheit spielt jetzt keine Rolle, blafft mein Unterbewusstsein mich an - Du bist jung, unglaublich schön und erfolgreich. Du hast alles, was man braucht. Also wirklich; was willst du mehr? - Ich verdrehe die Augen und schüttle heftig den Kopf, in der Hoffnung endlich diese Stimme loswerden zu können und mit ihr meine schrägen Gedanken.

Beitrag zum Wettbewerb des Freiburger Literaturbüros im Jahr 2013

zum Thema „Wir proben den Aufstand!“

,,Wenn wir zusammenhalten"

Von Annika Scherlin, Klasse 10c

Ich beobachte von meinem Platz aus schon eine ganze Weile, wie sie lautstark Reden haltend und die Fäuste schwingend vor den Toren stehen und einfach nicht weichen wollen.
Sie kümmern nicht darum, ob sich irgendjemand daran stößt, was sie machen, nein, genau darin besteht wohl letztendlich ihr Ziel. Dass jemand schließlich mürbe wird, hervorkommt und ihnen die Aufmerksamkeit schenkt, nach der sie streben.

   

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