„Ey, gehst du Marktkauf?“

Jaja…genau so begann alles: Mit dieser Fragestellung und der oben stehenden implizierten Thematik während des letzten SchiLF-Tages. Bei vielen unserer SchülerInnen lässt sich die Frage nach den Sprachschwierigkeiten gar nicht genau beantworten. Fakt ist: Viele Schüler sprechen Zuhause und in der Schule viel zu wenig Hochdeutsch, sodass sie den anderen Mitschülern, sollten sie dies nicht durch Fleiß ausgleichen können, in Sprache, vor allem aber in Schrift, zurückstehen. Beim Erlernen einer Sprache und ebenfalls im Zusammenhang mit Integration wird immer wieder eines deutlich: Aufeinander zugehen fängt mit Sprache an…

Migrantenförderung

…und daher die Idee der Umsetzung hier an der GeF.

 

Ziel ist eine Förderung der sprachlichen Kenntnisse in Wort und Schrift.

Förderung Migrantenkinder Mithilfe verschiedener Phasen des Projekts wollen wir unsere Schüler hinsichtlich der sprachlichen Kenntnisse in Wort und Schrift an der GeF fördern. Unser Diagnoseinstrument ist dabei der aktuell entwickelte Sprachstandstest. Und auch Wörter und Sätze lernen allein, heißt noch nicht verstehen; der kulturelle Zusammenhang des Gesagten oder Geschriebenen ist eine unverzichtbare Zusatzinformation. Auch deshalb sollen innerhalb der verschiedenen Phasen des Projektes allgemeine Fragestellungen geklärt werden, wie z.B.: Weshalb eigentlich das gesprochene Wort verbessern? Warum den Wortschatz erweitern? Was gehört zum „guten Hochdeutsch“ – und was versteht man darunter?

Ebenfalls sind im alltäglichen Leben Sprachkurse ein Teil der Integration. Sollten nicht gerade wir an dem Punkt, als Institution Schule, mit eingreifen und bilden? Genau diese Fragen waren es, die uns während der gesamten Planungsphase voran trieben und nun können wir mit vor Stolz geschwellter Brust in die Welt hinaus rufen: „Jau, wir ham ne Migrationsförderung an´ner Schule.

Wie Sie, lieber Leser, auch sicherlich merken, verändert sich die Sprache auch in Ihrem Umfeld von Generation zu Generation. Auch ich, die hier nun schreiben muss – äh, Verzeihung – schreiben darf, kann mich nicht in meiner Freizeit von einigen Satzstrukturen frei sprechen, die meinen „älteren“ Kollegen (nicht böse gemeint, ihr Lieben) die Nackenhaare zu Berge stehen lassen würden.  ;-))
Aber so, und mithilfe dreier lieben Kolleginnen, entstanden die Ideen, auch verschiedene Interaktionsfelder in das Projekt zu integrieren, so z.B. eine Kooperation mit alten und jungen Menschen („ALT&JUNG-Projekt“) oder Lesestunden in Grundschulen anzubieten. In diesem Schuljahr haben wir nun mit unserer Förderung begonnen und so lange alle Beteiligten weiterhin mit so viel Glauben, Engagement und Faszination (kurz GEF) am Projekt teilhaben und mitarbeiten, sind alle gemeinsam mal wieder nicht zu bremsen. Ich bedanke mich, lieber Leser, für das Interesse bzw. das Lesen dieses Artikels und wünsche noch viel Spaß beim „Schmökern“. Herzlichst, Ihre und eure

Eva Eikel


   

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